Veranstalter, Referenten und Übungsleiter freuen sich über einen sehr gelungenen Aktionstag. Foto: Rüdiger Koop.

Zweibrücken. Am Welthirntumortag informierte eine Veranstaltung in der Festhalle über das Thema Krebs und Sport. Von Nadine Lang. Veröffentlicht im Pfälzischen Merkur am 11. Juni 2018.

Sport ist für Menschen mit Krebs  ungemein wichtig. Sowohl für den Körper als auch für den Geist. Anlässlich des Welthirntumortages veranstaltete das Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS), gemeinsam mit der Deutschen Tumorhilfe und der Vereinigten Turnerschaft Zweibrücken am vergangenen Samstag den Aktionstag „Sport für Menschen mit Krebs“ in der Zweibrücker Festhalle.

Von zehn bis 18 Uhr wurde ein informatives Programm auf die Beinen gestellt, das für Betroffene und Angehörige geeignet war. Dabei war der Tag in zwei Abschnitte eingestellt. Am Vormittag lösten sich drei Fachvorträge ab. Dorothee Wiewrodt hielt einen Vortrag zum Thema „Psychoonkologie bewegt! Mit Gesprächen und Kunst neue Perspektiven entwickeln“, Lucia Helena Deluiz-Ecker referierte über Ernährung bei Krebs, während es bei Ralf Brandt um „Psychoonkologie bewegt! Mit körperlicher Aktivität neue Ziele erreichen“ ging. Der stellte insbesondere klar: „Sport ist für alle!“.

In der zweiten Tageshälfte, zu die die VTZ wesentlich beitrug, drehte sich dann alles um die Bewegung selbst. Im Trimini durfte das Funktionstraining an Geräten ausprobiert werden, während sich die Sportgruppe Krebs(nachsorge) ebenfalls vorstellte. Außerdem konnten die Sportarten Yoga und Nordic Walking kennengelernt werden, während Ralf Ketter, Facharzt für Neurochirurgie am UKS zur Expertensprechstunde zur Verfügung stand.

 „Für uns ist das eine tolle Gelegenheit, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Bewegung zu sehen. Es ist einfach so, dass ein Sportverein auch eine soziale Aufgabe hat und dazu gehört eben auch, Angebote zu schaffen, die die Bevölkerung oder auch Kranke betrifft“, erklärte Gisela Alt von der VTZ im Gespräch. Über 40 Sportangebote kann die VTZ aktuell vorweisen, darunter auch viele aus dem Bereich Vor- oder Nachsorge, wie etwa seit 29 Jahren eine Sportgruppe speziell für Frauen, die an Brustkrebs erkrankt sind, oder auch die Lungensport- oder Herzgruppe. Besonders weil man heute ja wisse, dass der Glaube an die gesundheitsfördernde Wirkung von Bettruhe bei Krebserkrankungen ein Irrweg ist. Dabei ginge es auch darum, sich auszutauschen und Mitbetroffene zu treffen, die auf die eigenen Sorgen eine ganz andere Sichtweise haben als beispielsweise Nichtbetroffene. „Das soziale Miteinander hilft einfach, die Situation besser zu ertragen“, erklärte Gisela Alt.

Sportwissenschaftler Ralf Brandt referierte beim Aktionstag „Sport für Menschen mit Krebs“ darüber, wie wichtig die körperliche Betätigung bei einer Krebserkrankung ist. FOTO: Nadine Bröcker

   

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